AD(H)S - Coaching für Kinder und Jugendliche

 

Wenn ....

  • Ihr Kind häufig verträumt und unkonzentriert ist
  • Zimmer und Schultasche meist wie ein Schlachtfeld aussehen
  • Termine häufig verpasst werden
  • Verabredungen und Sachen oft vergessen werden
  • das Fertigmachen am Morgen regelmäßig in Stress ausartet
  • Vieles trotz guter Absichten immer und immer wieder schief geht
  • die Hausaufgaben zur stundenlangen Qual werden
  • Aufgaben stets auf den letzten Drücker erledigt werden
  • Unruhe, Stress und Chaos überhand zu nehmen scheinen
  • unzählige Arbeiten angefangen aber nur wenige beendet werden
  • es oft Ärger beim Zusammensein mit anderen oder in der Familie gibt


und Vieles davon über einen längeren Zeitraum zusammen kommt, dann könnte es sich möglicherweise um ADHS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom mit Hyperaktivität) oder ADS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom ohne Hyperaktivität) oder um eine Mischform aus ADS und ADHS handeln.


Bild67Die Symptome des Aufmerksamkeitsdefizitsyndroms mit oder ohne Hyperaktivität liegen hauptsächlich in den Bereichen Wahrnehmung, Informationsverarbeitung, Sozialisation, Motorik und Impulsivität. Die Symptomatik ist bei jedem Betroffenen individuell ausgeprägt. Begleitend treten häufig Lese-Rechtschreib- und/oder Rechenstörungen auf. Kinder mit einem ausgeprägten ADS oder ADHS haben vielseitige Probleme in der Schule. Meist fallen sie durch Unkonzentriertheit, motorische Störungen, leichte Ablenkbarkeit, Tagträumereien und instabile Leistungen auf. AD(H)S-betroffene Kinder und Jugendliche nehmen nicht alles oder zu viel wahr, denken und handeln oft zu impulsiv oder langsam, vergessen viel, regen sich schnell auf, sind leicht gekränkt, fühlen sich ungeliebt und missverstanden, geraten schnell in emotionale Irritationen, arbeiten in der Schule zu langsam oder zu oberflächlich, können nicht abwarten und/oder kämpfen stundenlang mit den Hausaufgaben.


Entgegen der weit verbreiteten Meinung, dass es sich bei AD(H)S um eine Entwicklungsstörung handelt, die im Laufe der Jugendzeit verschwindet, behalten nach neueren Verlaufsstudien 30 bis 60 Prozent der AD(H)S Kinder diese Störungen auch als Jugendlicher bis ins Erwachsenenalter. Der AD(H)S-Betroffene kann jedoch lernen, sich mit Hilfe geeigneter Strategien besser zu organisieren, mit Schwierigkeiten umzugehen und mit Hilfe von individuellen Therapien und Trainings ein erfülltes und erfolgreiches Leben zu führen. Wir unterstützen Ihr Kind dabei.

Haben Sie Fragen? Oder wünschen Sie eine Beratung? Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung. Bitte nehmen Sie Kontakt zu uns auf.

 

Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema AD(H)S:


AD(H)S und Lernen

AD(H)S und Hausaufgaben – oft ein täglicher Kampf

Wie sieht eine wirksame Lerntherapie bei AD(H)S aus?

Die Chemie muss stimmen!

Individuell angepasste Inhalte und Methodik

Aufklärung bedeutet, sich selbst verstehen lernen

AD(H)S und Teilleistungsstörungen

AD(H)S und Hochbegabung

Eltern und Schule

Grenzen der Lerntherapie bei Schülerinnen und Schülern mit AD(H)S

Unser Angebot im Bereich AD(H)S – Beratung, individuelles Einzeltraining, Familiencoaching und Seminare

 

AD(H)S und Lernen


Um den schulischen Anforderungen gerecht zu werden, sollte ein Kind mit zunehmendem Alter sein Denken und Handeln zukunftsgerichtet immer mehr analysieren und regulieren können. Ein Lernender mit ADHS/ADS kommt damit nicht zurecht, da er sich meist zu sehr im „Hier und Jetzt“ bewegt. Während spannende und interessante Tätigkeiten ohne Schwierigkeiten und mit langanhaltender Konzentration bewältigt werden, lösen langweilige und lästige Alltagsroutinen immer öfter Abwehrhaltung oder Vermeidungsstrategien aus und sind für den AD(H)S-ler nur schwer zu bewältigen, da der/die Betroffene die Aufmerksamkeit dafür nicht aktivieren kann. Das Lustprinzip bestimmt mit steigendem Alter immer mehr den Alltag.

Bild72Die unzureichende Entwicklung der Impulskontrolle zeigt sich bei AD(H)S in einer großen Ablenkbarkeit, Vergesslichkeit und Flüchtigkeit, in unzu¬reichender Zeitplanung, mangelndem zielge¬richtetem Arbeiten, bei ADHS auch Unruhe und störendem Verhalten gegenüber anderen. Es fehlt an einer altersgemäßen Selbststeuerung, bzw. Selbstkontrolle und Informations¬verarbeitung. Dies zeigt sich entweder in einem impulsiven, flüchtigen oder in einem verträumten, langsamen Lern¬verhalten.
Demgegenüber besitzen AD(H)S-ler oft eine schnelle Auffassungsgabe, viele, oft brach liegende Talente, sowie hohe visuelle Fähigkeiten und sind oft ausgesprochen kreativ. Das Gefälle zwischen Potential und schulischer Leistung, sowie die offensichtlich mangelnde Anstrengungsbereitschaft bei vielen Pflichten irritiert das Umfeld. Ist er/sie nun nur faul, oder fehlt der Wille?


AD(H)S und Hausaufgaben – oft ein täglicher Kampf


Kennen Sie das? Ihre Familie hat sich mit den AD(H)S typischen Symptomen und seinen Besonderheiten mehr oder weniger gut arrangiert, wäre da nicht das verflixte Thema Schule.

  • Hausaufgabensituationen arten oftmals in Machtkämpfe oder Streit und Frust aus
  • Ihr Kind geht beim Lernen häufig ohne Plan und Lerntechniken vor
  • Arbeitsaufträge werden nicht oder nur teilweise aufgeschrieben, Hausaufgaben, Bücher, Material, etc. werden vergessen, verloren oder verschwiegen
    der selbständige Lerneinstieg zu Hause gelingt nur mühsam und/oder das Kind arbeitet täglich stundenlang an den Hausaufgaben
  • Ihr Kind hat gute Absichten, kann diese aber nicht in die Tat umsetzen
  • Sie üben mit Ihrem Kind, der Lernstoff sitzt, aber wenn es ernst wird, ist Vieles wieder wie weggeblasen oder die Prüfungszeit reicht nicht aus
  • je höher die Schulstufe, desto größer werden die Lücken in Deutsch (Lesegenauigkeit, Lesefluss, Leseverständnis und Rechtschreibung), Mathematik (Zahlenraum, Grundoperationen, Maße, Sachaufgaben) oder in den Fremdsprachen (Leseverständnis, Vokabeln, Grammatik)
  • um den Anschluss an den aktuellen Schulstoff zu halten (oder wiederzufinden), muss, bzw. müsste Ihr Kind immer mehr Lernaufwand betreiben, wozu es aber keine Geduld hat
  • das vorhandene Potential kann nicht ausgeschöpft werden
  • Ihr Kind schätzt die schulische Lage unrealistisch ein und/oder hat den Überblick verloren
  • Selbstzweifel und Verzweiflung liegen nahe beieinander, Ihr Kind befindet sich in einer schulischen und gefühlsmäßigen Abwärtsspirale


Wie sieht eine wirksame Lerntherapie bei AD(H)S aus?


Bild46Eine fundierte Abklärung der Stärken und Schwächen beim Lernen ist unumgänglich, um gezielt und fokussiert arbeiten zu können. Eine AD(H)S-Diagnose obliegt ausschließlich spezialisierten Fachleuten aus dem medizinisch-psychologischen Bereich (z.B. Kinder- und Jugendpsychiater, Psychologen). Aufgrund der Abklärungsergebnisse und im Rahmen der Behandlungsplanung kann eine pädagogische Lerntherapie, bzw. ein Lerncoaching angezeigt, bzw. eine wichtige Säule sein. Das AD(H)S-Training erfolgt meist im Rahmen des sogenannten multimodalen Behandlungskonzeptes bei AD(H)S. Auch Schüler/innen, die nicht diagnostiziert sind, aber AD(H)S-ähnliche Symptome zeigen, profitieren von einer Lerntherapie oder einem Lerncoaching.
Im Erstgespräch werden die Lernbiografie und die aktuelle Situation erfasst. Je nach Bedarf werden ergänzende Tests in den Bereichen Lernverhalten, auditive und visuelle Wahrnehmung, Gedächtnisfunktionen-, Sprache und Mathematik sinnvoll. In Absprache mit allen Beteiligten wird der individuelle Lernbedarf festgestellt. Erwartungen und Ziele werden in einem Therapieplan festgehalten, die Vereinbarungen regelmäßig überprüft und angepasst.


Die Chemie muss stimmen!


Kinder und Jugendliche mit einer AD(H)S sind sehr sensibel und feinfühlig. Sie erkennen wohlwollendes und authentisches Verhalten des Gegenübers blitzschnell. Gegenseitige Offenheit und wertschätzender Umgang mit den Kindern und Jugendlichen sind daher absolute Voraussetzung.


Individuell angepasste Inhalte und Methodik


Abhängig von Diagnostik und Alter erfolgt ein Stressbewältigungs-, Aufmerksamkeits-, Lernmethodik-, Gedächtnis- und/oder Wahrnehmungs-training an Hand von Methoden, die unter wissenschaftlichen Kriterien auf deren Wirksamkeit hin überprüft wurden. Die Trainingsschwerpunkte liegen dabei auf den individuellen „Baustellen“ des Kindes oder Jugendlichen.
In der Lerntherapie werden schulische Inhalte maßgeschneidert, kompakt und kreativ präsentiert und vertieft. Inhalte, Abläufe oder Zusammenhänge werden z.B. visualisiert und die Kinder, bzw. Jugendlichen erarbeiten Schritt für Schritt alternative Verhaltens-, Kommunikations- und Lernstrategien. Das Lerncoaching ersetzt aber keine Nachhilfe. Diese kann unter Umständen begleitend notwendig sein. Hier empfiehlt sich eine enge Zusammenarbeit mit der Lerntherapeutin. Klare lerntherapeutische Therapieziele helfen allen Beteiligten. Sie ermöglichen es, Fortschritte, aber auch ausbleibende Verbesserungen, rechtzeitig festzustellen.

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Störungen haben Vorrang - in diesem Sinne muss sich Lerntherapie flexibel auf akute Situationen einstellen können und entsprechend reagieren, ohne dabei die Gesamtziele aus den Augen zu verlieren.


Aufklärung bedeutet, sich selbst verstehen lernen


Mit dem Lernenden wird in altersgerechter Art und Weise über die AD(H)S-Symptome, deren Folgen und Wirkungen gesprochen. Persönliche Ressourcen werden bewusst gefördert und gestärkt. Dank der therapeutischen Begleitung können Kinder und Jugendliche Schwierigkeiten verstehen und überwinden lernen, Selbstwirksamkeit (wieder) erleben, ihr Vertrauen in sich stärken und ihre Kompetenzen erweitern und entfalten.


AD(H)S und Teilleistungsstörungen


Bild42Häufig wird eine AD(H)S von Teilleistungsstörungen in den Bereichen Lesen, Schreiben, Sprechen und/oder Rechnen begleitet. Eine differenzierte Diagnostik (normierte Tests, Beobachtungen, Befragungen, Quersicht der Schulunterlagen, Förderdiagnostik) offenbart mögliche weitere „Baustellen“. Gesellt sich zu der AD(H)S eine Teilleistungsstörung, so haben die Betroffenen es besonders schwer, ein gesundes Selbstwertgefühl aufzubauen. Hohe Misserfolgserwartung und Versagensängste führen früh zu Lernblockaden, schlechten Leistungen trotz Bemühung und langfristig zu Anstrengungsvermeidung und Motivationsverlust. Bei der Aufarbeitung dieser Schwierigkeiten sollte dies berücksichtigt werden. Hier kommt einer AD(H)S-gerechten Arbeitsweise eine besondere Bedeutung zu.


AD(H)S und Hochbegabung


AD(H)S-ler haben viele Talente und natürlich gibt es auch hochbegabte Schüler/innen mit AD(H)S. Bei hochbegabten Schüler/innen mit AD(H)S und begleitender Teilleistungsstörung bleibt die Hochbegabung manchmal unentdeckt, dann oft mit dramatischen Folgen. Auch hier gilt natürlich, die individuellen Stärken und das Potential in der Lerntherapie zu integrieren. Lesen Sie dazu mehr hier.


Eltern und Schule


AD(H)S-betroffene Schüler/innen brauchen Unterstützung durch starke und informierte Eltern und Lehrkräfte. Wir unterstützen Eltern, Erzieher/innen und Lehrkräfte durch Beratung, Seminare und Familiencoaching.


Grenzen der Lerntherapie bei Schülerinnen und Schülern mit AD(H)S


Eine Lerntherapie kann die anderen, elementaren Bestandteile einer ganzheitlichen Behandlung der AD(H) nicht ersetzen. Der Erfolg der Lerntherapie hängt somit wesentlich davon ab, wie gut das Kind auch in den anderen Therapiebereichen unterstützt wird. Im Rahmen einer interdisziplinären Zusammenarbeit arbeiten Lerntherapeutinnen in der Regel und natürlich im Einverständnis mit den Eltern mit den involvierten psychologischen und ärztlichen Fachpersonen zusammen. Eine Lerntherapie ist kein Ersatz für Nachhilfeunterricht, dieser muss ggf. separat erfolgen.


Unser Angebot im Bereich AD(H)S – Beratung, individuelles Einzeltraining, Familiencoaching und Seminare


Beratung zum Thema AD(H)S für Eltern

AD(H)S-Coaching/Lerntherapie für Kinder, mehr zu Lerncoaching, Lerntherapie

AD(H)S-Coaching/Lerntherapie für Jugendliche

AD(H)S-Coaching für Erwachsene – mehr dazu hier

AD(H)S-Elternseminare – mehr dazu hier

AD(H)S-Familiencoaching

AD(H)S-Seminare für pädagogische Fachkräfte/pädagogische Einrichtungen – mehr dazu hier

 

Haben Sie Fragen? Oder wünschen Sie eine Beratung? Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung. Bitte nehmen Sie Kontakt zu uns auf.

 

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